Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825)
Entstehung
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310 Der Mefſias.

V. G. V. 500— 512.

Unter ſchattende Decken der Abendwolke geleitet!

Ihn hat die Weisheit vielleicht, und menſchenflie⸗ hender Tiefſinn

In die Hoͤhlen der Erde gefuͤhrt. Doch er war nicht am Himmel;

Nicht in der Erde Schooß! Ich bin unwuͤrdig, dein Antlitz,

Ach unwuͤrdig, die Blicke zu ſehn, mit welchen du laͤchelſt.

Bild der Gottheit, unſterblicher Menſch! Du er⸗ löſeſt nur Menſchen!

Mich erloͤſeſt du nicht! du hoͤrſt die jammernde

Stimme Meiner Ewigkeit nicht! ach du erloͤſeſt nur Men⸗ ſchen! Alſo ſagt' er, und ſahe vor ſich die ſchlafenden Juͤnger.

Und es lag der ſchoͤne Johannes in laͤcheln⸗ dem Schlummer Nahe vor ihm; er ſah ihn, und trat mit zittern⸗ dem Fuße Fuͤrchtend zuruͤck. Kaum wagt' er zuletzt ſtill diſs zu ſagen: V

Wenn du es biſt, den ich ſuche, du dieſer goͤttliche Menſch biſt,