——————u,
188. ſeines Landes zu erleben, für welches ſein Herz ſo treu ſchlägt.
Auch das Kriegsgeſchrei des wilden Hadji wird jetzt noch im dichteſten Gefechte gehört, und obgleich ſein Tritt die Elaſticität, ſein Arm etwas von ſeiner Stärke verloren hat, ſo theilt er doch noch gute Streiche unter den Feinden ſeines Landes aus. Möge der gerechte Himmel den guten und braven alten Mann vor den Waffen der Feinde ſchützen!
Und Selem, unſer Held— noch wohnt das Bild der liebenden, der gemordeten Azila in ſeiner Bruſt. Er hat ſein Gelübde nicht vergeſſen. Er erfüllt es furchtbar. Aber das Ende iſt noch nicht vollbracht. Seine einzige Braut, ſeine irdiſche Liebe iſt ſein Land; und welche ſchönere heiligere Gefühle könnte ſeine Bruſt beſitzen? Er
kämpft immer energiſch für die Wohlfahrt Tſcherkeſfiens,
und bereut es keinen Augenblick, daß er Vermögen, Rang und herzloſe Zerſtreuung, welche die Ketten des Despo⸗ tismus vergolden, gegen ſeine einfache Hütte und die Freiheit vertauſcht hat.
Möge ſich jeder wahre Menſchenfreund unſerer ernſt⸗ lichen Hoffnung, unſerem aufrichtigſten Wunſche an⸗ ſchließen, daß Tſcherkeſſien nicht das Schickſal Polens erleiden möge!


