Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1846)
Entstehung
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breiteren Ende waren drei Löcher angebracht, von denen das mittlere für den Hals und die beiden äußeren für die Arme des Delinquenten beſtimmt waren, welch letz⸗ tere überdieß noch feſt angebunden wurden; die Füße wurden an dem Boden des Brettes befeſtigt. Der obere Theil des Leibes wurde dann ganz entblößt. Nach⸗ dem dieſe Vorbereitungen getroffen waren, ſchwang der brutale Henker die Knute um ſein Haupt und ließ ſie mit fürchterlicher Gewalt auf den Nücken des Opfers fallen, deſſen Fleiſch ſchrecklich zerfetzt wurde. Die Handhabe der Knute iſt ein dicker, achtzehn Zoll langer Prügel, an deſſen Ende eine geflochtene lederne Peitſche doppelt ſo lang als der Prügel, befeſtigt iſt; am Ende der Peitſche iſt ein kupferner Ning, an welchen durch einen Knoten ein doppelter lederner Riemen gebunden iſt, der beim Ringe einen Zoll breit iſt und gegen das Ende ganz ſpitzig zuläuft; die Riemen werden in Milch geſotten, damit ſie anſchwellen und ſich verhärten. Der arme Karl ſchaute anf dieſe ſchreckliche Waſſe in der Hand des Henkers mit dem Gefühl des bitterſten Haſſes und ſelbſt das Geſchrei ſeiner Leidensgefährten, als die Knute auf ihren Rücken fiel, brachte ihn nicht zum Wanken in ſeiner Beharrlichkeit. Er war zu einer noch ſchwereren Prüfung beſtimmt; denn gerade als die Reihe zu leiden an ihn kam, hörte er eine Stimme, die ſeinen Namen ausrief, und die augenſcheinlich von einem Karren kam, der mit mehreren anderen eben die Thore der Stadt ver⸗ ließ und ſchnell vorbeifuhr. Er ſchaute ſich einen Augen⸗ blick um, und in ſeinem Blicke zeigte ſich eine plötzliche Freude; er faßte ſich aber ſogleich wieder und ließ den Kopf hängen, und ſchien nichts um ſich her zu bemerken, bis der Karren ſchnell vorbeigetrabt war.

Endlich kam die Reihe gepeitſcht zu werden an ihn; er gab aber keinen Laut von ſich, bis die Natur endlich nachließ, noch ehe der Henker ſein abſcheuliches Werk beendigt hatte, das er durch die Uebung, die er bereits gehabt hatte, nut größerer Wuth zu betreiben ſchien,