Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1846)
Entstehung
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von der Knechtſchaft zu befreien. Es wird eine fürchter⸗ liche Kriſis ſeyn; denn welche Macht kann einem ent⸗ feſſelten, verzweifelten Volke Gränzen ſetzen, wenn es einmal den Impuls zu wüthen bekommen hat. Laſſen wir die, welche die erſte Veranlaſſung zur Inſurrektion waren, dafür ſorgen dieß zu thun; die Hoffnung wäre vergeblich, einen mächtigen Strom zu hemmen, der aus einem Gletſcher herausfließt, in den er vorher eingeſperrt war, bis er ſeine eiſigen Bande ſprengte. Aber genug hiervon, meine Herren. Ich warne Sie, daß eben jetzt ein Sturm im Anmarſche iſt, welcher in Kurzem über dieſer Gegend losbrechen wird; bereiten Sie ſich wohl vor, die Gefahr zu meiden, wenn ſie kommen ſollte. Mehr mag und darf ich nicht ſagen, und bloß die Dankbarkeit und die Gewißheit, daß ich Ihnen voll⸗ kommen trauen kann, haben mich bewogen ſo viel zu ſagen, damit ſie von meiner Warnung Nutzen ziehen können. Als ſie ſtillſchweigend gegen das Lager zurückkehrten, kamen Ivan's Gedanken immer wieder auf die Andeu⸗ tungen zurück, welche der Zigeuner hatte fallen laſſen. Und iſt hier, dachte er,eine Ausſicht auf die Regeneration der Gegend vorhanden, wann wird die

Knechtſchaft nicht mehr beſtehen; wann werden alle Men⸗

ſchen gleiche Rechte und gleiche Gerechtigkeit haben! O, wie ſehr wunſchte ich, das Werkzeug zu ſeyn, das ein ſo glückliches Produkt hervorbringen könnte!

Bei ihrer Ankunft fanden ſie vor dem Zelte eine Mahlzeit aufgeſtellt, welche aus Kuchen und großen Schüſ⸗ ſeln mit Milch beſtand. An die den beiden Gäſten be⸗ ſtimmten Plätze waren Sträuße von wilden Blumen ge⸗ legt; der von Ivan zeichnete ſich durch eine wilde Roſe aus, auf deren zart gemalten Blättern noch der Mor⸗ genthau ſchimmerte.

Dieſe Blumen, ſagte der Zigeuner,hat meine

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