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194 Theilnahme erleichtere. Er hatte Adelheid, des Oberforſtmeiſters von 3— jüngere Tochter, als ein aufblühendes, hoffnungsvolles Mädchen von vierzehn Jahren verlaſſen; als eine gebildete, mit allen Reitzen jugendlicher Unſchuld geſchmuckte Jung⸗ frau fand er ſie wieder, und ſchon die, bey einer ſtarken Anzahl Kinder, beſchränkten Vermögens⸗
umſtände ihrer Altern, ſchon ihr eigenes Erröthen, 6
beym erſten Wiederſehen, würden ihn keine abſchlägi⸗ ge Antwort haben fürchten laſſen, wäre er auch in jeder andern Hinſicht en weniger willkommener Eidam und Bräutigam geweſen, als er in der That war.— 3
Geſegnet von Vater und Mutter, von den ver⸗
eiratheten Schweſtern unter Wehmuth und Freu⸗
de lieblich geſchmückt, von den beyderſeitigen Un⸗
terthanen im eigentlichſten Sinne faſt auf den Hän⸗ ddeen getragen, ging Adelheid an ſeiner Seite über
Blumen zum ländlichen Altar, und es hätte der ge⸗ haltvollen Traurede des alten Pfarrers, ihres ehe⸗ mahligen Lehrers, nicht bedurft, um das auf ewig bindende Ja durch ihre Thränen zu verſchönern. Das Hochzeitmahl war ganz dem Herkommen gemäß, gan eines ſolchen Brautpaars würdig ver⸗
anſtaltet. Nur die nächſten Verwandten, und der
würdige Pfarrer mit ſeinem ſtillbeſcheidenen Weib⸗ chen, ſaßen in dem⸗ mit ſtattlichen Geweihen ver⸗
zierten Saale zur Taſel; aber unten, auf dem von Linden beſchatteten Vorplatze des Schloſſes, ſpeis⸗
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