ganten Badewelt vor Fanchon's Tempel verſam⸗ melt war, und daß auch ich nicht zuruͤck blieb.
Schon ſchwebten die Anweſenden, weuigſtens ihrer Verſicherung nach, durch einige Opern⸗ Arien und Concerte empor gehoben, in hoͤhern Regionen, als Arthur die bis jetzt unſichtbar gebliebene, ſich weigernde Fanchon mit der fein⸗ ſten Artigkeit nach einem Seſſel fuͤhrte, und ſie mit feuriger Beredſamkeit an die Erfuͤllung ihres Verſprechens erinnerte. 6
Im Damenkreiſe verbreitete ſich augenblick⸗ lich eine auffallende Stille; die Juͤnglinge und Maͤnner aber preßten ihre Bewunderung nur in O! und Achs! vielleicht, weil die Meiſten durch ausfuͤhrlichere Herzensergießungen ihre Goͤttin⸗ nen zu erzuͤrnen fuͤrchteten.
Wirklich bezauberte auch Fanchon heute mehr als jemahls! Sie hatte zu Ehren des Feſtes ihre romantiſche Schaͤfertracht mit einem einfachen griechiſchen Gewande vertauſcht; weiſſe Sanda⸗ len zogen das Auge auf das netteſte Fuͤßchen; der Knoten ihrer goldenen Flechten und die reine Stirne war zweyfach mit gruͤnen Zweigen um⸗ ſchlungen.
Hoch erroͤthend und in der That verlegen, bat ſie nochmahls um Verſchonung; ihre kleinen Lieder, ihr Naturgeſang, meinte ſie, koͤnnten unter ſolchen Meiſtern, in einer ſo gewaͤhlten


