20 Seele ſo feſt, als ihre eifrigſten Verehrer, uber⸗
zeugt, und haͤtte mich allenfalls eben ſo gut dar⸗
auf todt ſchlagen laſſen, als irgend einer vom hohen Adel, waͤr' ich nicht bald dakauf— doch 4 ich will der Erzaͤhlung nicht vorgreifen!
2 8.
Das Abendlied. Seh'’ ich nicht auf lichten Bahnen himmelblauer Sterne Dreh'n? von Akazien, Platanen roſenfarb'ne Flaͤmmchen weh'n?—
Lispeln nicht melodiſch Floͤten? 4
Tockt nicht ſchmelzender Geſang * ſelbſt die Frommen und die Spröden
durch den düſtern Lindengang?
Zauberiſche Nachtigallen
floͤßen fanft're Triebe ein;
weiße Nymphenchoͤre wallen
durch die naͤchtlich dunklen Hallen
nach dem lieblich milden Schein;
wie im Garten von Armiden,
wie im Hain der Hesperiden,„
ſeh' ich an ſmaragd'nem Gruͤn
Fruͤchte, gold und feurig, gluͤh'n. Doch die Leſer erriethen es laͤngſt, daß von ei⸗ nem muſikaliſchen Abende bey Chineſiſcher Er⸗


