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por. Gregor zitterte und erbleichte. Schon drang das Toben der nahenden Schaar durch die Hallen, da ſtürzte athemlos der treue . Knecht des Abts herein, verriegelte ſchnell 6 hinter ſich die Thüre und ſtammelte keuchend:
„Herr! wir ſind alle verloren! hört Ihr das Wüthen und das Waffengeklirre Euerer Feinde? Verrätherei war mit ihnen und öff⸗ nete ihnen das Thor; die freche Schaar erfüllt
das ganze Haus.“
„Wer führt die Schaar an?“ fragte der Abt mit erkünſtelter Faſſung.
„Ich weiß es nicht,“ erwiderte der Knecht, ich hatte kaum Zeit genug, der Wuth der Eindringenden zu entgehen und hierher zu fliehen.“
„So ſchweige!“ ſprach der Abt bleich und zitternd. Er wandte ſich zu Adelheid, die 5 ängſtlich die Hände rang und weinend ſich zu verbergen ſuchte.„Was weinſt Du?“ redete er ſie an,„zweifle nicht, daß ich Dich aus dieſen Räuberhänden befreie; verbirg
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