175
nacht in meine Burg ſchlich, meine Tochter zu ſchändene ſ ſuchte, und durch den, von der Finſterniß der Nacht getäuſcht, die arme Ber⸗ tha an Adelheids Stelle das Opfer verbreche⸗ riſcher Lüſte ward?“
Beit ſprang bei dieſen Worten voll Ent⸗ ſetzen auf, und gleich einem Raſenden ſchrie er:„Meine Bertha fiel als Opfer der Lüſte eines Böſewichts?— Großer Gott! das Räthſel iſt enthüllt! Verfluchter Böſewicht! Dreifaches Wehe über Dich! und der Fluch des Himmels treffe mich, wenn ich dieſe ge⸗ mordete Unſchuld nicht an dieſem gleisneri⸗ ſchen Buben ſchrecklich räche.— Hört es, Herr Graf, und ſchaudert! der Abt Gregor war jener Böſewicht, der die Unſchuld meiner Bertha mordete.“
Mit einem heftigen unartikulirten Aus⸗ rufe des Entſetzens ſank Bertha bleich zurück, und Konrad ſprach mit ſchrecklich drohenden Blicken: alnſinniger, was ſagſt Du? Gottes Blitze ſchweben über Dir; Du erdreiſteſt Dich, den


