Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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ſegnend auf mein Haupt, und lößte ſo den Fluch des Kirchenbannes, der ſa viele Jahre auf mir gelaſtet hatte.

Mit väterlicher Huld fuhr hierauf der heilige Vater gegen mich fort:So wie Dir Gott jetzt durch mich vergiebt, ſo vergieb auch nun, mein Sohn, Deinen Feinden ihre Schuld und die Bosheit, womit ſie Dich verfolgt haben. Nie müſſe Dein Herz den Gedanken der Rache hegen, nie müſſe Dein Mund den Schwachen, die nun einmal am Aeußern und am Beiſpiel hängen, offenbaren, was Gregor an Dir verbrochen hat. Vergiß das Ge⸗ ſchehene und überlaß dem ewigen Richter die Rache!

Auf meinen Knieen mußte ich durch einen feierlichen Eid geloben, dieſen Befehl zu er⸗ füllen; ich that es gern, und eilte, um recht bald mein geliebtes Vaterland, und Dich, mein theurer Sohn, wieder zu ſehen, und dann an Deiner Hand nach Aſien zurück zu kehren. Dieſen Vorſatz hat jedoch ein Eremit, den ich unverhofft in dem nächſten Walde von