Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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für den Glücklichen dahin, er merkt es kaum, ach aber für den Unglücklichen, der einſam

ſein Leben in öden Felſenmauern verſeufzt, iſt ſchon ein Tag eine ſchreckenvolle Ewigkeit, worin ihn die furchtbarſten Bilder ſeiner Phantaſie mit Höllenmartern umlagern. Der Tod, den ich ſo oft in thränenvollen Nächten mit heißer Andacht mir vom Himmel erflehte, wäre die größte Wohlthat für mich geweſen; aber unerhört kam mein Flehen vom Himmel zurück. Jedoch dieſe acht langen Schreckens⸗ jahre kühlten allgemach mein ungeſtümes Herz und meinen wilden verzweiflungsvollen Schmerz zu ſtillerem Dulden ab, und hoffnungsvoll ſah ich dem Augenblicke entgegen, wo der tiefe Gram, der an meinem Herzen nagte, mein Trauerleben enden ſollte. Ein Mönch, der mir gewöhnlich jede Mitternacht meine kärg⸗ liche Nahrung brachte, und ſich mit teufliſcher Schadenfreude an meinem bangen Stöhnen weidete, erklärte mir einſt voll bittern Hohn, daß der Schreckensort, worin ich mich befand⸗ der Geißelkerker zu St. Baſil ſei, worin ich