43
dernd wandte ſie ſich von ihm hinweg, indem
ſie ſein Geleite nach der väterlichen Burg durch
ihr Vorhaben, in dem Kloſter St. Klara zu beten, zurückwies.
„So gedenkt, ſchöne Beterin, auch meiner in Eurem Gebete,“ fuhr Urach fort, nund wißt, daß ich ängſtlich jeden Angenblick be⸗ rechnen werde, bis Ihr auf die Wetterburg zurückkehrt. O laßt mich, theuere Adelheid, nicht allzulange dieſem ſchönen Augenblicke Eueres Wiederſehens entgegenſehen.“
Das Erröthen der holden zitternden Adel⸗ heid und die Verwirrung, in welche ſie Urachs Worte verſetzte, erhoben ihre Reize nur noch mehr und riſſen den Liebenden mit neuer un⸗ widerſtehlicher Gewalt nach ihr hin. Wild
5 tobte der Sturm empörter Leidenſchaft in ſei⸗ nem Innern, und hingeriſſen von dem Zau⸗ ber ihrer Schönheit, vergaß er ſich ſelbſt, Zucht und Sitte und Alles um ſich her. Mit wildem Ungeſtüm ſchlang er ſeinen ſtar⸗ ken Arm um das ſittſame Mädchen, um ſie
an ſein Herz zu drücken; jedoch Schaam und
.—


