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mit dem Befehl, den Namen des Beſchuldig⸗ ten zu nennen; und, hört es Graf, der Kläger nannte Euren Namen.„Graf Konrad von der Wetterburg, rief er mit ſtarker Stimme, iſt es, über den ich Wehe und Verderben ſchreie; er iſt es, der durch Verrath und Wortbrüchigkeit den deutſchen Ruhm beſudelt und meinen Freund gemordet hat.“
Wie vor einem plötzlichen Blitz am heitern Himmel der Wanderer zurückbebt, ſo bebte jetzt der edle Greis Konrad zurück. Von Entſetzen gelähmt, ſtarrte er den fremden Gaſt an, doch ſchnell kehrte ſeine Beſonnenheit in ihm zu⸗ rück, glühend vor Grimm ſprang er auf, daß der Boden dröhnte, in faſt hörbaren Schlägen ſtürmte ſein Herz gegen die Bruſt, und die Wuth über dieſen unverſchuldeten Schimpf, den ein Nichtswürdiger vor der ganzen ver⸗ ſammelten Ritterſchaft ſeinem edlen Namen
und ſeiner unbeſcholtenen Tugend zufügte
ſchien mit neuer jugendlicher Kraft den Greis zu erfüllen.„Verdammter Lügner!“ ſtam⸗ melte er ſchäumend vor Wuth, indem er ſeinen
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