zurück in meine Arme, hier an meinem Herzen iſt Troſt für Euch, Unglücklicher!
Graf. Unglücklich?— o wohl bin ich das. Mitten unter der Seligkeit dieſes Augenblicks ein unglückſeliger weinender Abadonna. Selena, Guido, Orbizo! fluchet mir nicht, bemitleidet mich! ich bin unglücklich und muß es bleiben. Mitten unter den Blumen der Gegenwart grinst mich das Schreck⸗ geſpenſt der Vergangenheit an, mit Schaudern und Entſetzen erblicke ich den drohenden Schatten mei⸗ ner kleinen unſchuldigen Aurora, und ſein ſchmerz⸗ haftes Lächeln weckt in meinem Innern die furcht⸗ bare Stimme, deren Zuruf„Mörder!“ bis in die verborgenſte Tiefe meines Herzens ſchrecklich wie⸗ derhallt.
Selena ſchlang ihre Arme um ſeinen Nacken und preßte ihn mit feurigem Ungeſtüm an ihr Herz. Seine Thränen rannen in ihren Buſen, und mit herzzerreißendem Ton ſtammelte er:„Düſter und
in Nebel gehüllt, geht die Sonne meines neu er⸗ 15


