drucke hoher Andacht gegen die Morgenſonne wandte, und der Knabe vor ihm an dem ſanften Abhange eines kleinen Hügels auf die Knie ſank und, eben⸗ falls mit gegen die Morgenſonne gerichtetem Blick, Segen für Bodo und deſſen Gaſt und für ſich von dem Allgütigen erflehte, deſſen Größe, Güte und Macht ihn Bodo in ſeinen Werken zu erkennen und zu verehren gelehrt hatte. Mächtig von Gefühl durchdrungen, ſank der Fremdling neben dem be⸗ tenden Knaben auf das Knie; auf dem Fittig ſeelen⸗ voller Andacht ſchwang ſich ſein Geiſt dem Him⸗ mel zu. 3
Wohlthätig geſtärkt durch dieſes Gebet und von— einer ſo ſüßen Ruhe erfüllt, wie er ſie ſeit langer Zeit nicht gefühlt hatte, richtete ſich Godwin em⸗ por und Bodo kehrte mit ihm nach der Hütte zurück.
„Ich muß dich jetzt auf einige Zeit verlaſſen“, — redete ihn Bodo an, nachdem ſie ein frugales
Frühſtück genoſſen hatten, zber bald bin ich wie⸗ der bei dir.“


