wir doch ſtets in dieſem wohlthätigen Eigenthume der Kindheit bleiben! Denn nur in dieſer Unwiſſen⸗ heit des Knabenalters liegt der ganze Inbegriff wahren Glücks, das in eben dem Grade abnimmt, als jene ſich bei der Entwickelung der feineren Sinne verliert.
Bodo. Deine Meimung iſt hierin nicht die meinige. Zu dem wahren Glück des Menſchen gehört vorzüglich auch, daß er Gefühl für dieſes Glück habe und das innige Wohlbehagen über das Angenehme ſeiner Lage auffaſſe, welches nur der unterſcheidende Sinn des reifern Alters ertheilt. Wer das Glück und die Freuden des Lebens wahr⸗ haft und in ihrer ganzen ſchönen Fülle genießen und in dem Beſitze derſelben wirklich glücklich ge⸗ prieſen werden ſoll, der muß auch mit den Schmer⸗ zen und Bitterkeiten des Lebens bekannt ſein.
Fremder. Du kannſt zum Theil Recht haben, ſo gern auch mein Inneres, von dem Uebermaß meines Unglücks darnieder gedrückt, dir widerſprechen


