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iſt, die ihn immer neu und ſchöner anzündet und ihn vor dem Verlöſchen ſichert. Fremder. Wo lernteſt du dieſe Weisheit? Bodo. Wo anders als in der Schule des Un⸗ glücks, die eben dadurch ihren wohlthätigen Einfluß auf den Menſchen am ſtärkſten zeigt, daß ſie die ſicherſte Führerin zu höherer Kenntniß und zur richtigern Einſicht in die Natur und das Weſent⸗ liche des Menſchen und der Weſenkette, und des ewigen unbeſtändigen Wechſels der Außenwelt iſt. Fremder. Deine Worte dringen wohlthätig zu meinem Herzen und zwingen mich zur Hochach⸗ tung und zum Zutrauen gegen dich. Wer biſt du? Bodo. Ich habe es dir ſchon geſagt. Jedoch laß uns abbrechen. Der Mond ſchwebt dort hin⸗ ter dem Walde hinab, Mitternacht iſt vorüber, du biſt ermüdet und bedarfſt der Ruhe. Willſt du mit dem dich begnügen, was meine einſame fried⸗ liche Wohnung in dieſer Wildniß dir darbieten kann, ſo iſt ſie bereit, dich gern aufzunehmen.
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