Teil eines Werkes 
4. Theil (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

ſtesgegenwart mich ſchnell davon zu machen, als die ploͤtzliche Erſcheinung des Fuͤrſten in Beglei⸗ tung einiger Ofſiciere, unter welchen ich den jungen Grafen Montaldi gewahrte, die Ueber⸗ raſchung erhoͤhte. Ich hielt mich in der Raͤhe im Gebuͤſche verborgen, um das Folgende zu belauſchen; bald nachher ſahe ich meinen Herrn, von ein paar Officieren begleitet, herauskommen, die ihn der fuͤrſtlichen Wache uͤbergaben, und ihn, von derſelben begleitet, in einem bereitſtehenden Wagen hierher ins Gefaͤngniß bringen ließen. Torſo. Das iſt, fuͤrwahr! ein ſchlimmer Streich. Moͤchte er fuͤr ſeine Tollkuͤhnheit immer bäͤßen, wenn er nur nicht dadurch mich ſeibſt

8 4 2 2 zuͤgleich mit in's Gedraͤnge braͤchte. Es waͤre

richt zu verzeihen, wenn er durch ſeine Unbe⸗ ſonnenheit mein Werk zerſtoͤrte. Soll ich darum ſo vieles gewagt und aufgeopfert haben, daß eine Liebesintrigue dieſes Unbeſonnenen, ſo nahe am Ziele, meine Anſtrengungen vernichten muͤßte?

Lucillo. Es waͤre ſchlimm, wenn es dahin kaͤme. 3

Torſo. Das ſoll und darf es nicht, und ſollte ich das Aeußerſte wagen. Wenn nur Cer⸗ rino klug genug iſt, mich nicht etwa zu verrathen

und mir dadurch die Mittel fuͤr ſeine Rettung 5 zu benehmen. Du mußt ihn zu ſprechen fuchen,