Teil eines Werkes 
3. Theil (1821)
Entstehung
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dahin aber halten Sie Ihre Fragen uͤber Dinge zuruͤck, die ich verſchweigen muß, um der Zeit nicht unbeſonnen vorzugreifen, und dadurch ihren Segensſchritt aufzuhalten.

Graͤfin. Warum muß ich nur immer glauben und hoffen?

Amadeo. Hoffnung iſt die wohlthaͤtigſte Pflegerin unſrer Freuden, und die ewig friſche Jugendbluͤthe menſchlicher Gluͤckſeligkeit. Wenn dieſe verwelkt, alsdann erſtirbt auch der Reiz des Lebens. Naͤhren und bewahren Sie daher dieſe freundliche Hoffnung in dem feſten Ver⸗ trauen, daß ſie in kurzem zur begluͤckenden Ge⸗ wißheit die Hand bieten werde.

Graͤfin. So will ich denn feſt vertrauen und hoffen. Aber darf ich nicht wiſſen, was Dich und Lorenzo zu dieſer Huͤlle von Abenteuer⸗ lichkeit veranlaßte, womit Ihr Beide Euch in ein ſo ſeltſames Dunkel verſchleiertet?

Amadeo. Auch hieruͤber verweiſe ich Sie an Lorenzo, der Ihnen alle dieſe Raͤthſel loͤſen wird. In wiefern dieſe jedoch auf mich und auf meine Wirkſamkeit ſich bezogen, will ich Ihnen die verſprochene Erklaͤrung nicht laͤnger vorent⸗ halten. Sie waren ganz nahe von Feinden um⸗ geben. In Ihrem Buſen naͤhrten Sie die Schlange, die nach Ihrem Herzen zielte, Sund