Thorheiten, lebte ich in heiliger Stille in meiner friedlichen Klauſe, die mir die ehrwuͤrdigen Obern des Karmeliterkloſters unweit der Grenze von Yfamo, tief im Walde verborgen, uͤberlaſſen hatten. Hier in meinem Herzen war meine Welt; die Thorheiten und Bosheiten der Men⸗ ſchen kuͤmmerten mich wenig, und ich ahnete es nicht, daß ich meine gluͤckliche Einſamkeit ver⸗ laſſen und mich noch einmal in das Gewuͤhl der Menge hinauswagen ſollte. Graͤfin. Was bewog Dich dazu? Amadeo. Der Aufruf meiner Obern, die Bitten meines Freundes Lorenzo und mein Be⸗ ruf, die Werke der Finſterniß zerſtoͤren zu helfen. Argliſt und Partheigeiſt hatten ſich ſeit langer Zeit, wie eine Wetterwolke, um Yſamo hergela⸗ gert; freche Bosheit ſprach der Kirche und den hei⸗ ligſten Geſetzen der Menſchheit Hohn; geheime Tuͤcke unterwuͤhlte das Gebaͤude buͤrgerlicher Ruhe, Ordnung und Geſetzlichkeit. Tief verſteckte Plane nichtswuͤrdiger Verworfenheit arbeiteten darauf hin, die ehrwuͤrdigen Altaͤre der heiligen Kirche zu entweihen und das ſchoͤne Band zu zerreißen, welches Fuͤrſt und Unterthan und Staat zu Einem wohlthaͤtigen Ganzen vereint, um den furchtbar⸗ ſten Despotismus uͤber Kirche und Staat auf den Thron zu heben. Da traten im Stillen mehrere
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