Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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oͤde Stille, welche rings umher herrſchte, kamen meinem Unternehmen ſehr gut zu Statten. Wir

ſchlichen uns näͤher heran und ſteckten Lorenzo's Wohnung an mehreren Orten zugleich in Brand, waͤhrend wir alle Ausgaͤnge beſetzten, um ihm das Entrinnen abzuſchneiden. Die Nachtwinde beguͤnſtigten das Vorhaben, ſie fachten das Feuer ſtaͤrker an und in kurzer Zeit loderten die Flam⸗ men von allen Seiten empor. Torſo. Und Lorenzo? 3

Cazzi. Der war bei dem erſten Feuer⸗ brande, womit ich ſeine Huͤtte anzuͤndete, ohne Rettung verloren. Alles ging nach Wunſche; Lorenzo mußte in tiefem Schlafe gelegen haben, weil er nur erſt dann, als an keine Rettung mehr zu denken war, die nahe Gefahr bemerkte. Als es ihm von unſerm Einheizen zu heiß werden mochte, verſuchte er es zwar, ſich im Freien abzukuͤhlen, aber unſre Dolche trieben ihn wie der in die Glut zuruͤck. Wir erblickten ihn hier⸗ auf, wie er von den Flammen umgeben verzweif⸗ lungsvoll um Huͤlfe ſchrie und im Begriff war, ſich von der Hoͤhe des brennenden Gebaͤudes her⸗ abzuſtuͤrzen. Aber er ſchien ſich eines beſſern zu beſinnen und verſchwand in den Flammen. Ploͤtz⸗ lich hoͤrten wir das ſtuͤrmiſche Laͤuten einer Glocke, die er irgendwo mußte angebracht haben, und in