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Eure Haͤnde ſind von jedem Laſter rein, ſie ſind ſelbſt durch gute Werke geheiligt. Eilt, ſie zu vereinigen! Zu lang aufgeſchobene Ehen werden, wenn ſie zu Stande kommen, ungluͤck⸗ lich. Die Einbildungskraft iſt zur Ueberſpan⸗ nung geneigt, alsdann rechnet man wechſelſeitig auf Vollkommenheiten, und irrt ſich zu ſeinem Verdruß; oder ſie erkaltet zu ſehr, und man laͤßt ſich in Verbindungen ein, die man ſchwie⸗ rig findet, bevor man ſie nur geſchloſſen hat. Unſere Maͤhriſchen Bruͤder ſind vor dieſer Un⸗ annehmlichkeit geſchuͤtzt; Chriſtus waͤhlt fuͤr ſie, und ſie huͤten ſich, ſtuͤrmiſche Leidenſchaften in die Bande zu bringen, die das ganze Leben hindurch feſthalten.
Aeuſſere Gebraͤuche koͤnnen Dich in der Welt, wo dich die Abſicht der Vorſehung haͤlt, nicht beſtimmen; aber erlaube mir, Dir zu ſagen, wenn die Herzen ſich genug gepruͤft haben, ſo ſchickt es ſich nicht, das keuſche und verdienſtvolle Perſonen, wie Ihr, zu lange in dieſer Lage bleiben, womit die Welt⸗ kinder ſich groß machen, um ihr wenig regel⸗ maͤßiges Leben zu entſchuldigen, oder, um ſich Einſchmeichelungen hinzugeben, die wenig guͤn⸗ ſtig ſind. Meine liebe Tochter, dies waͤre Ver⸗


