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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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die Sonne, die uͤber ihren Haͤuptern leuchtete, zu verdunkeln ſuchten. Sie erhoben bisweilen ein Gebruͤll, das noch fuͤrchterlicher ertoͤnte, als das Raſſeln der Ketten, von denen ihre tauſendfachen Gelenke gefeſſelt wurden, und womit ſie im laͤſtern den Grimm bisweilen an die Felſen ſchlugen, um die reichen Muſchelbaͤnke in einem blutigen Staub zu verwandeln. Waͤre ihre gewaltige Kraft nicht ſo feſt an den Erdraum geſchmiedet worden, und haͤtten ſie ihre drohenden Faͤuſte hoͤher erheben koͤnnen, ſie wuͤrden das Schickſalsgewebe zerriſſen und die einzelnen Faͤden in ein unaufloͤsliches Ge⸗ wirre zuſammen geballt haben.

Nur ſelten erhob ſich ein gelaͤuterter Gedanke und ein frommes Gebet uͤber den Dunſtkreis. Aber wo er aufſtieg, da umſchwebte er als ein harmonie⸗ reicher Klang den Erdball, und vermaͤhlte ſich mit

dem Glanzſchleier, der von dem Angeſicht der Sonne

herabfließt. Wie Froſchgequake in den Suͤmpfen, d wie das Eulengeſchrei in der Nacht, quarrte d kraͤchzte es neben den gebundenen Ungeheuern, welche dieſe Toͤne gern hoͤrten, und ſie in ihrem Herzbeutel, der wie eine Felsſchlucht ausſah, zu verbergen ſuchten. Bisweilen erhoben ſie ein ſchal⸗ lendes Gelaͤchter, womit ſie ſich ſelbſt, und die