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Alss ein Kranker bin ich vor drei Jahren in Dein Pfarr⸗ haus eingezogen, als ich die mir zu beſchwerliche Schulſtelle, das liebgewordne Amt, meine neue Heimath und den eigenen Heerd verlaſſen mußte. Dein Studirſtuͤbchen, daſſelbe, in welchem ich einſt geboren ward, nahm mich mit Weib und Kin⸗ dern auf, und ward Wohn⸗ und Spielzimmer fuͤr alle, Ar⸗ beitsſtuͤbchen fuͤr mich.— War es nun Dein Geiſt, der noch in dieſen Rauͤmen wohnte, in denen Du ſonſt ſo oft Deine Predigt gearbeitet, Deinen geiſtlichen Amtsgeſchaͤften gelebt hatteſt,— oder wars der Geiſt des prieſterlichen Großvaters, der mit ſeinem freundlich ernſten Geſichte aus der Amtskleidung auf das Schreibepult des Enkels herniederſchaute,— oder wars der eigene Geiſt, der in dem erwaͤhlten geiſtlichen Berufe im Vor⸗ aus immer wirken wollte,— es trieb und draͤngte mich, eines Landpfarrers Leben und Wirken, ſeine Leiden und Freuden zu ſchildern. Ich trug aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Erlebtes, Gedachtes und Erſehntes zuſammen, ich


