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Verflossene Stunden : Novelle / S. Junghans
Entstehung
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thum, den ich um ſo mehr beklage, da er von vorn⸗ herein Alles, was ich noch ſagen könnte, entkräften muß, während ich die Unmöglichkeit einſehe, ihn zu heben.

Er ſchwieg nachdenklich. Die Mutter hatte ſich inzwiſchen gefaßt und beherrſchte von da ab die nicht mehr lange Unterhaltung mit vollkommener Ruhe, aber in einer Art, die dem Freiherrn peinlich ſein mußte, denn gefliſſentlich lenkte ſie ſtets von dem Gegenſtande ab, über welchen er noch Manches auf dem Herzen zu haben ſchien; er mußte fühlen, daß der Zweck ſeines Beſuchs, inſofern derſelbe eine Art Verſtändigung mit der alten Dame hatte bewirken ſollen, verfehlt war. Höflich fragte ſie ihn nach ſeinen Reiſen, ſeinen Stu⸗ dien, den Ergebniſſen derſelben; ſeine Verſuche, einige Worte von Herzen zu ihr zu ſprechen, ignorirte ſie völlig. So ſtand er nach kurzer Zeit auf, da in dem für mich beängſtigenden Geſpräche eine Pauſe einge⸗ treten war.Ich muß nochmals um Verzeihung bitten, ſagte er, ſich leicht vor der Mutter neigend,wegen meines Ueberfalls. Daß Ihnen ein Zuſammentreffen mit mir nicht angenehm ſein würde, fürchtete ich, ver⸗ ehrte Frau, aber ich konnte von meinem Standpunkt aus nicht anders handeln, als indem ich vor Ihnen ausſprach, was Sie vorhin von mir gehört haben.