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Lanzelot vom See : Rittergeschichte aus den Zeiten der Tafelrunde ; nebst einem Anhang / von Gustav Jördens
Entstehung
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gend den Kranz auf ſeine Locken druͤckte, daͤuchte es dem Seligen, als ob ein fluͤchti⸗ ger Kuß ſeine Stirne beruͤhre.

Dann faßte ſie ihn munter be der Hand und zog ihn mit ſich fort durch die Gaͤnge des Gartens und plauderte ihm vor von ihren kleinen Freuden und Leiden, arg⸗ los und unſchuldig, daß das leidenſchaftliche Toben ſeiner Bruſt ſtille Heiterkeit wurde.

Jetzt kam der Vater zuruͤck, und gratu⸗ lirte ſcherzend unſerm Julius, daß er unter⸗ deß gekroͤnter Poet geworden, und im auf⸗ geweckten Geſpraͤch verrannen einige Stun⸗ den fluͤchtig wie Augenblicke.

Aber beim Scheiden blickte Julius ſin⸗ nend in die Strahlen des Springbrunnens und dachte: Mein bisheriges Leben glich dem aufſteigenden Strahl, der ſpruͤhend in

Wolken zerfliegt, nun werd' es aͤhnlich dem niederſinkenden, der ſich uhig, im Becken ſammelt! 2