Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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der Graͤfin glauben zu machen, daß das Naͤmliche bei ihr der Fall ſei. Doch ent⸗ ſprach der Erfolg keinesweges ihren Bemuͤ⸗ hungen, denn hartnaͤckig blieb die Graͤfin bei ihrer Meinung und ſchien nicht geſon⸗ nen, ſie aufzugeben.

Die Wehmutter war nicht wenig in Aeng⸗ ſten. Sie hatte den Argwohn des Grafen zu fuͤrchten, denn nur zu viel Umſtaͤnde ſprachen fuͤr die Niederkunft ſeiner Gemah⸗ lin; ſie ſuchte daher alles Moͤgliche hervor, um dem Verdachte einer treuloſen und ver⸗ brecheriſchen Handlung, deren man ſie zei⸗ hen koͤnnte, zu entgehen. Unvermerkt hatte ſie bereits der Graͤfin ein Mittel eingegeben, wodurch die Milch aus den Bruͤſten vertrie⸗ ben wurde. Weil aber die Graͤfin nicht auf⸗ hoͤrte, zu behaupten, daß ſie entbunden ſeyn muͤſſe, ſo beſchloß die Hebamme, ihr den Tod zu verurſachen. Sie ſagte naͤmlich: das Kind habe bereits die erſten Anſtrengun⸗