Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1824)
Entstehung
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weil es todt zur Welt kam? Reiche mir es, ich will ſtark ſeyn, ich will vor ſeinem blaſ⸗ ſen Angeſichte nicht erſchrecken!

Indem die Hebamme der Graͤfin auf's Neue betheuerte, daß ſie noch nicht entbun⸗ den worden ſei, trat der Graf mit ſeiner Mutter in's Zimmer. Die Hebamme ſagte ihnen gleich, die Graͤfin ſtehe in der Einbil⸗ dung, daß ihre Geburt erfolgt ſei, und ver⸗ lange ihr Kind; ſie moͤchten ſie zu beruhigen ſuchen, damit durch die heftige Gemuͤthsbe⸗ wegung kein Nachtheil fuͤr die Leibesfrucht entſtehe. Die Marſchallin ſprach ihr zu, allein die Graͤfin behauptete fortwaͤhrend mit zuverſichtlicher Hitze, daß ſie bereits niedergekommen ſei. Da jedoch der Graf und die Marſchallin auch nicht die leiſeſte Ahnung von dem begangenen Verbrechen hatten, ſo trauten ſie den Worten der Heb⸗ amme und hielten die Aeußerungen der Graͤfin fuͤr Nichts, als eine durch den

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