Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1823)
Entstehung
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Mund verſchließe, weil ich den unver⸗ ſchaͤmten Lobredner ſo ſtreng beſtrafte. Das Leben ſoll Dir geſchenkt ſeyn, Elen⸗ der; aber vermeide mein Angeſicht! Tullius! war dieſe Handlungsweiſe Atti⸗ la's nicht edel und groß, war ſie nicht ein Beweis der unerſchuͤtterlichſten Wahr⸗ heitsliebe? Ein Roͤmer haͤtte die niedrige Schmeichelei belohnt; Attila fand ſie ſtraf⸗ wuͤrdig.

Erſter. Doch oft war es auch prah⸗ lender Uebermuth, den der Hunnenfuͤrſt mit dem Kleide der Wahrheitsliebe uͤberdecken wollte. So ſah er im kaiſerlichen Pallaſt zu Medeolanum ein Gemaͤlde, welches die Beherrſcher des Morgen⸗- und Abendlandes auf ihren Thronen ſitzend vorſtellte. Zu ih⸗ ren Fuͤßen lagen die Fuͤrſten der Seythen in Feſſeln. Dieſer Anblick erregte den heſtig⸗ ſten Unwillen Attila's. Haͤtte er das Ge⸗ maͤlde vernichten laſſen, ich wuͤrde ihn nicht