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Tochter und ihren Gemahl und banden ſeine Hände und Füße wieder und ſagten, er ſolle ſterben.“
Es iſt ſelten, daß ein Indianer die Rede eines Anderen unterbricht; aber das Herz des Häuptlings war gänzlich mit Otaitſa's Unternehmen beſchäftigt, und er rief jetzt mit großer Aengſtlichkeit:
„So iſt er alſo nicht entflohen?“
„Nein, das iſt er nicht,“ verſetzte Otaitſa;„es ging, wie ich ſagte. Walter Prevoſt iſt noch in den Händen Apukwa's und der Brüder der Schlange; und er iſt nicht ſicher, mein Vater— nicht einmal ſo lange, bis die Nation über ſein Schickſal entſchie⸗ den hat. Wenn die Nation ſpricht,“ fuhr ſie fort, kühn gemacht durch ihres Vaters Billigung,„ſo will Otaitſa leben oder ſterben, denn ich ſage Dir und allen hier gegenwärtigen Kriegern, wenn mein Ver⸗ lobter unſchuldigerweiſe von der Hand eines Oneida erſchlagen wird, ſo ſtirbt die Tochter des Häuptlings auch.“ „Wohl geſprochen!“ murmelten die Krieger in leiſem und traurigem Tone, als ſie ſie anblickten, wie ſie in ihrer großen Schönheit an der Seite ihres Va⸗ ters daſtand, während die untergehende Sonne unter dem Rande der Schneewolke hervorblickte und einen roſigen Schimmer umher verbreitete.
„Er iſt nicht einmal ſo lange ſicher, bis das Wort ansgeſprochen iſt, denn es ſind böſe Männer,
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