Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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Beiſtand zu ertheilen. Die Königin und der Herzog von Burgund zogen triumphirend in die Stadt ein, wo man ihr auf den mit Blut befleckten Straßen Blumen ſtreute und ein Prinz vom königlichen Blute den gemeinen Mördern vertraulich die Hände drückte.

Aber der Herzog von Burgund fand bald, daß die Macht, die er zur Wuth angeſtachelt hatte, nicht mehr zu regieren ſei; er beſchloß daher, ſie erſt zu ſchwächen und dann zu vernichten. Die Mörderban⸗ den hielten ſich für Soldaten, weil ſie Schlächter wa⸗ ren, und verlangten gegen den Feind geführt zu wer⸗ den. Der Herzog war ſehr bereit, ihren Wunſch zu erfüllen, und ſchickte zwei Abtheilungen von mehreren Tauſenden aus. Die erſtere wurde von den Truppen Armagnac's geſchlagen und zerſtreut. Die Uebrigen ermordeten in der Wuth der getäuſchten Erwartung ihre Anführer, aber ſie benutzten die gewonnene Er⸗ fahrung nicht. Die zweite Abtheilung wurde mit furchtbarem Verluſte geſchlagen und floh in großer Haſt nach Paris; aber die Thore waren vor ihnen geſchloſſen, und ſich zerſtreuend, vereinten ſie ſich mit den mörderiſchen Räuberbanden, die das Land verheer⸗ ten, und wurden von den Truppen Burgunds verfolgt und niedergemetzelt.

So geſchwächt, wurden die Inſurgenten, die den Herzog von Burgund nach Paris zurückgebracht hatten, von dem Herzoge ſelber leicht unterjocht; ihre