Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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Der Herzog von Burgund ſtutzte und blickte plöͤtzlich auf, aber Agnes fuhr fort:

Obgleich es Männer giebt, für deren Charakter

gewiſſe Handlungen ſo abſtoßend ſind, daß es eine Unmöglichkeit ſein würde, ſie derſelben ſchuldig zu halten, und obgleich der mächtige Fürſt dort und ich Beide bezeugen können, daß dies ſelbſt hier der Fall iſt, will ich Euch ſagen, was er nicht ausſprechen will, damit er durch ſeine Treue nicht in Gefahr ge⸗ rathen möge, denn ich bin nicht durch Pflicht gebun⸗ den, zu ſchweigen. Er war im Hauſe der Frau von Giac, wohin ihn der Herzog von Orleans mit einem Bridfe ſchickte. Sie ſagte es mir dieſen Morgen ſel⸗ ber und beklagte, daß ein thörichter Streich, den ſie ihm durch ihre Diener habe ſpielen laſſen, nur um zu ſehen, wie er in ſeiner Unerfahrenheit einer Schwie⸗ rigkeit entgehen würde, ihn verhindert habe, zu ſeinem königlichen Herrn zu kommen, obgleich, wie ſie rich⸗ tig bemerkte, ihr thörichter Scherz dem jungen Manne wahrſcheinlich das Leben gerettet habe.

Geſchickt gewendet, murmelte der Herzog von Burgund zwiſchen ſeinen Zähnen und blickte dann mit beruhigtem Geſichte auf.

Wenn die hohen Herrn an meinem Worte zwei⸗

feln, fuhr das junge Mädchen fort,ſo mag man

Frau von Giae ſelber rufen laſſen.

Nein, nein, wir hegen keinen Zweifel gegen