Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Zweites Kapitel.

Keine Jahreszeit iſt ohne ihre Schönheit keine Scene ohne ihr eigenthümliches Intereſſe. Wenn der große Berg, der ſich mit ſeiner Felſenſpitze zum Him⸗ mel erhebt, in einer Hinſicht Erhabenheit an ſich hat, ſo beſitzt eine weite Fläche von Moor und Haide mit ihrem unbegrenzten Horizonte und ihren vielfachen be⸗ ſchatteten Linien eine Erhabenheit anderer Art. Für ein Auge und ein Herz, empfänglich für die Eindrücke des Schönen und Großartigen, liegt faſt in jedem Anblicke der Natur etwas Reizendes oder Erhebendes. Der Sturm und das Ungewitter, ſo wie der Sonnen⸗ ſchein und die Ruhe gewähren Quellen des Vergnü⸗ gens; und ſo wie das Verwelken des grünen Blattes im Herbſte das Auge bezaubert durch die glänzende Färbung, die dadurch hervorgebracht wird, ſo ſchmückt der Verfall und der Untergang verſchönert.

Man denke ſich zum Beiſpiel eine Winterſeene,