Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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Sie kehrte in das Zimmer zurück, wo ihres Vaters Leiche lag, und nachdem ſie ihre Lippn auf die ſeinigen gedrüͤckt, kam ſie wieder zu ihren Geliebten heraus. Sie weinte nicht, ſie bebte nicht— ſie war ruhig und feſt. Sie gingen zuſammen hinaus und blickten in die Dun⸗ kelheit hin.

„Hierher,“ ſagte Agnes in leiſem Tone,„es iſt nicht weit.— Horch, wie heftig ſie feuern; ſie werden nicht auf uns achten. Laß uns durch die Irrgänge von beſchnittenem Hagedorn gehen. Dort werden wir allen Blicken entgehen.“

Durch die engen, mit Geſträuchen überwachſenen Gänge gehend, gelangten ſie ohne ihren Weg zu verfeh⸗ len, zu dem obern Ende einer großen Treppe, wo ſich die prächtige Scene eines nächtlichen Angriffs auf die Feſtung ihren Augen zeigte. Die Kanonen blitzten von den Baſtionen herunter und die feindlichen Regimenter feuerten von unten mit Büchſen hinauf. Von Zeit zu Zeit traten die ungeheuren Maſſen des Schloſſes aus der Dunkelheit hervor und hüllten ſich dann wieder in einen ſchwarzen Schleier, während der Donner des Geſchützes die Stille der Nacht unterbrach. Die Flücht⸗ linge verweilten nur einen Augenblick, aber Agnes flü⸗ ſterte:

„Laß uns eilen— der Tag wird gleich anbrechen.“

Faſt in demſelben Augenblick ſchlug die Schloß⸗