Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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wandeln würde und niemals das Geſchick dieſes theuern Mädchens an ſein kummervolles, nicht einmal durch das ſanfte Band wechſelſeitiger Neigung, zu knüpfen, und nun bedauerte er faſt, daß er ſeinem Entſchluß nicht treu geblieben war. Zwar hatten die Umſtände ſich ge⸗ ändert, zwar waͤren gegründete Hoffnungen vorhanden, daß der böſe Stern ſeines Geſchicks untergehen und ein hellerer aufſteigen werde, aber ein ſeit langer Zeit an Kummer und Täuſchung gewöhntes Gemüth kann nur mit Schwierigkeit vermogt werden, der Stimme der Hoffnung zu lauſchen, ohne gleichzeitig die warnende Sprache der Furcht zu hören. Alles ſchien die Entfer⸗ nung der ſchweren Laſt zu verſprechen, welche ſein Herz bedrückt, ſeine Thatkraft niedergehalten, Liebe und Freude vernichtet und im Leben ihm Nichts gelaſſen hatte als Einſamkeit, Täuſchung und Verzweiflung. Aber dochalehrte ihn ſeine durch die Vergangenheit ge⸗ wonnene Erfahrung ſo wenig von der Zukunft erwar⸗ ten, daß er nicht einem einzigen Traume von Glück ſich hinzugeben wagte, und obſchon er Worte der Hoffnung zu Iſabellen geſprochen, ſo konnte er doch dieſen Balſam nicht auf ſeine eigne Wunde anwenden. 1

Ned Hayward ſaß ruhig neben ihm und überließ ihn etwa zehn Minuten lang ſeinem Nachdenken und zwar aus zwei Gründen. Erſtens wußte er, daß es ſehr vergeblich ſei, ſo bald nach dem Erfahren einer