probirte zwei oder drei Schlüſſel, ehe er den fand, der in das Schloß des Schrankes paßte. Er nahm zwei Bände des Kirchenbuchs heraus, ſuchte in denſelben her⸗ um und fand bald die Stelle, die er zu ſehen wünſchte, und ſah ſich dann nach der Feder und der Tinte um, die ſich nicht auf dem Tiſche befanden. Dann probirte er die Feder auf dem Daumennagel und nahm ſein kleines Fläſchchen heraus, denn es ſchien, als ob es eine Flüſſigkeit enthielte, welche eine doppelte Wirkung beſäße, nämlich Meſſing zu ätzen und die Tinte bleich zu machen. Er legte das Kirchenbuch offen vor ſich hin, zog einen Stuhl an den Tiſch und drückte die Hand feſt auf die wichtige Seite und nahm die Feder, um 1760 in 1766 zu verwandeln, als er einen ungünſtigen Umſtand bemerkte, nämlich, daß zwiſchen dieſen beiden Jahren ſehr viele andere Einträge gemacht waren. Er hielt inne, um ſich zu überlegen, wie dieſes Hinderniß zu beſeitigen ſei, als er plötzlich draußen einen Ruf hörte und ein ſchnelles Laufen vernahm, als ob Jemand in großer Eile davon rennte. Er hatte vergeſſen— es war dies das Einzige, was er vergeſſen hatte— ſein Geſicht der Thüre zuzuwenden, und ſtand im Begriff, dieſe Vernachläſſigung dadurch wieder gut zu machen, daß er den Kopf über die Schulter herumbog, als er einen Schlag auf die Wange erhielt, daß er vom Stuhle herunter taumelte und auf das Pflaſter der
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