Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Meine Mutter denkt ſo wie ich, fuhr die jüngere Dame fort,daß der Mann, der uns fährt, von den Leuten, die uns anfielen, beſtochen geweſen ſein muß, denn er fing ſogleich, als wir in die Nähe dieſes Ortes kamen, an, langſam zu fahren. Auch hielt er, als ſie ihn anriefen, augenllicklich an.

Vielleicht nicht beſtochen, meine werthe Dame, entgegnete der Herr;alle dieſe Poſtillone, wie man ſie nennt, begünſtigen dieſe rechtſchaffenen Straßenräuber entweder in Hoffnung auf einen Theil der Beute oder auch blos aus kameradſchaftlicher Zuneigung. Sie ſind alleſelbſt Dilettanten in dieſer Kunſt und manche ſogar

Kenner. Ihr bedürft aber Schutz, das iſt gewiß, und

ich glaube, es würde am Beſten für Euch ſein, wenn Ihr umkehrtet und einige Leute aus dem Dorfe zu Eurer Bedeckung mitnähmet. Ich fürchte, daß das kaum gehen wird, ſagte die ältere Dame,es iſt ſchon ſehr ſpät und dieſer Un⸗ fall hat uns noch mehr aufgehalten. Mein Bruder kann todt ſein, ehe wir ankommen. Die Veranlaſſung zu meiner Reiſe iſt nämlich eine ſehr traurige, mein Herr. Meinem Bruder iſt plötzlich die Gicht in den Leib getre⸗ ten und er hat mich rufen laſſen, um mich vor ſeinem Tode noch ein Mal zu ſehen. Es iſt jedoch nicht mehr weit und ich hoffe, daß uns nun Nichts weiter zuſtoßen werde.