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„Herr Gott, was iſt das eine Unholdin!“ rief ſie mit der rechten Hand in die Taſche fahrend und die Arzneiflaſche hervorziehend, welche der Doktor für Lady Haſtings über⸗ ſchickt hatte.
„Ei, ei, meine Liebe!“ fuhr Mrs. Warmington fort, „das iſt ja dieſelbe Flaſche, die ich Euch heute Morgen fül⸗ len ſah, da Ihr über mein Eindringen in Euer Kranken⸗ zimmer ſo zornig und ärgerlich ſchienet. Doch nein,'s iſt nicht die nämliche, ſieht ihr aber ſehr ähnlich, nur war jene dunkler von Farbe.“
„Ha!“ äußerte Mr. Atkinſon.„Wollt Ihr die Güte haben, Madame, ein Zeichen auf dieſe Flaſche zu machen, an dem Ihr ſie wieder erkennen könnt?— Kratzt ſie mit ei⸗ nem Diamanten oder etwas Aehnlichem.“
„O ich Arme! ich beſitze keine Diamanten,“ rief Mrs. Warmington.„Wollt Ihr mir dieſen Ring leihen, meine Theure?“
Mrs. Hazleton warf ihr einen vernichtenden Blick zu, ohne eine Antwort zu geben, und Marlow deutete auf zwei eigenthümliche Flecken im Glaſe der Flaſche, indem er ſagte:
„An dieſen Zeichen kann man ſie erkennen, und es kann hier kein Mißverſtändniß mehr geben.“
Seine Worte waren an Mr. Atkinſon gerichtet, denn er fühlte ſich ganz empört über den höhniſchen, herzloſen Ton, den Mrs. Warmington gegen ihre frühere Freundin annahm.
Bei dem Klange ſeiner Stimme— denn ſie hatte noch nicht nach ihm geſchaut— fuhr Mrs. Hazleton zuſammen und ſah ſich um. Es iſt nicht möglich, die Gefühle zu


