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Gowrie oder des Königs Komplott : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
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nahe bei der Hand zu haben. Der bloſe Anſchein ohne Be⸗ weis mochte aber eine Gewaltthat nicht rechtfertigen; ſie meinten, das Nachforſchen nach dieſem Beweis würde ſchon dazu führen, und als ich nahe an dem Treviſothore an des alten Mannes Thüre vorbeikam, ſah ich den Univerſitäts⸗ pedell mit drei oder vier weiteren Beamten, trotz des Wider⸗ ſtandes einer armen, alten Frau, welche ihn bediente und mit Thränen verſicherte, daß ihr Herr auf dem Todbette liege daſelbſt eintreten.

Todbette! rief Lord Gowrie, plötzlich erſchreckend.

Ja, fuhr Hume fort, ohne ſeines Freundes Ausruf zu beachten.Ich ging alſo mit und wurde bald Zeuge eines peinlichen Auftritts.

Um's Himmelswillen, was war's? fragte der Earl von Gowrie mit bleicher Wange und geſpanntem Blicke: dann aber fühlend, wie ſehr der ganze Ausdruck ſeiner Miene ſich geändert haben müſſe, fuhr er fort:ich habe mich ſehr für jenen alten Mann intereſſirt. Ich kannte ihn wohl, liebte ihn ſehr und wollte ihn einem früheren Verſprechen gemäß noch in der heutigen Nacht aufſuchen.

Wirklich! bemerkte Hume innehaltend, ehe er zur Beendigung ſeiner Geſchichte ſchritt, wie wenn ein verwickel⸗ tes Räthſel vor ihm läge.Ha! nun wie geſagt, ich trat ein und folgte den Beamten auf wenige Schritte. Als wir in das kleine Hinterſtübchen gelangten, ſah ich ein Bett mit einem Crueifir zu den Füßen und den alten Mann, ein Bild des Todes, darauf liegen. Sein langer Bart war auf dem ſorgſam zuſammengelegten Betttuche ausgebreitet, und es