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Sir Theodor Broughton oder der Gifttrank / von G. P. R. James
Entstehung
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war. Von Zeit zu Zeit brach er ein Blatt und ſteckte es in die Taſche, indem er ſich ſorgfältig umſchaute und ſeine Wanderung wieder aufnahm.

Endlich kehrte er in das Haus und nach dem Stübchen zurück, das er ſich als Studirzimmer zugeeignet hatte. Nachdem er die Thüre hinter ſich abgeſchloſſen, nahm er von dem Geſims neben dem Feuer einen kleinen tragbaren Deſtillirkolben, warf die Blätter darein, goß etwas Waſſer zu, und ſtellte es ſorgfältig über die Flamme.

Erſt nachdem dies geſchehen war, ſchien er von einer unbeſchreiblichen Erſchütterung ergriffen. Er zitterte heftig, warf ſich auf einen Stuhl, preßte die Hände vor die Augen und öffnete die Weſte, wie wenn es ihm an Luft gebräche. Nach einiger Zeit wurde er etwas ruhiger.Ich brauche es ja nicht anzuwenden, wenn es fertig iſt, ſagte er;das Bereiten ſelbſt kann doch nichts ſchaden.

Mit dieſen Worten ſtand er auf und verließ das Zim⸗ mer, den Kolben über dem Feuer laſſend und die Thüre hin⸗ ter ſich zuriegelnd. Während er über die große Halle nach dem Wohnzimmer ging, trat Sir Theodor ein. Donovan ging ſogleich auf ihn zu, ſchüttelte ihm die Hand und ſagte:

Ich höre von den Dienern, daß Ihr nicht wohl ge⸗ weſen ſeyd, und Ihr ſeht auch gar nicht geſund aus. Ihr müßt Euch in der That in Acht nehmen, mein theurer Theo⸗ dor, ſonſt könntet Ihr Eurer von Natur ſtarken Konſtitution ernſtlichen Schaden zufügen. 4

Pah, pah, meinte der junge Baronet;ich werde bald beſſer ſeyn.