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Margarethe Graham : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
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nach einem erfriſchenden Regenſchauer oder auch nur nach einem ſänftigenden Nebel, während im ganzen Sommer kein Regen gefallen war, um die Steine in den Waſſer⸗ rinnen zu netzen, oder die Blätter der Korkeiche zu be⸗ feuchten. Wolke und Schauer haben unterdeſſen in Eng⸗ land dem Sommer ſeine ſchöne Mannigfaltigkeit gegeben, und unſer reizendes Vaterland hat während deſſen bald im Schatten bald im Licht hier von Tropfen gegläͤnzt und dort in leuchtenden Strahlen geſunkelt.

Mag ſeyn daß ſüdlichere Gegenden eine Glorie der Beleuchtung, eine Glut des Kolorits beſitzen, wovon unſer Eiland nichts weiß; aber wo iſt das Silberlicht, das ſich Morgens und Abends ſo oft über die Landſchaft herein⸗ ſtiehlt und auf Wald und Feld, auf Flur und Waſſer ſeinen ſanſten Schimmer ausgießt, aͤhnlich dem geſegneten Ein⸗ fluſſe, den ein guter ruhiger Geiſt über Alles, was ihm nahe kommt, ausbreitet?

Zu den eigenthümlichen Vortheilen nördlicher Länder gehört das lange Zwielicht, das dem Schluſſe des Tages zu folgen pflegt. Es liegt allerdings etwas Großes und Schönes in dem plötzlichen Untertauchen der Sonne, wenn ihm wie in heißeren Zonen augenblickliche Finſterniß auf dem Fuße folgt; aber es entſchädigt uns nur ſehr noth⸗ dürftig für die ruhige halbe Stunde des Dämmerlichts, wenn das Geſtirn des Tages ſeine Strahlen nur mit Wi⸗ derwillen zurückzuziehen ſcheint und uns noch immer einen Segen hinterlaſſen will, während es uns gute Nacht

ſagt.

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