Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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vIII. Als Hanway das Schreiben des Schach üͤberreichte, empfing er nach dem Verlaufe einiger Tage fuͤr ſeinen Verluſt 3000 Kronen, und ungefaͤhr eben ſo viel an Waare und Reiſegeraͤthe. Wegen der vielen Geſchenke, welche man fuͤr die ausgeliefer⸗ ten Waaren forderte, brachte er dieſe in das Schiff eines Freundes, welches in dem Meerbuſen lag. Un⸗ geachtet der genauen Verordnungen des Schach, war ihm doch der Schaden nicht ganz erſetzt wor⸗ den. Man troͤſtete ihn von Zeit zu Zeit auf wei⸗ tere Zahlung. Des Wartens muͤde ſorgte Hanway fuͤr eine Bedeckung von fuͤnf Mann zu Pferd und zeyn zu Fuß, nebſt ſeinen eigenen Dienern. Er nahm ſieben Ballen Tuͤcher und neun Beutel Geld nebſt andern Sachen mit, deren Summe ſich auf 14,000 Kronen belief. Kaum war er uͤber Kourdimalla hinaus, ſo verließ ihn die Bedeckung ploͤtzlich in einem dicken Gehoͤlze. Nichts deſtoweniger kam er wider Vermuthen gluͤcklich an das Schiff. Er fuhr nach Ghilan, und kehrte nach Aſtrabad zuruͤck, um noch eine Summe Geldes zu bekommen. Er erhielt daruͤber einen Brief von dem Vetter des Koͤnigs, mit einer Verſicherung, in zehn Tagen befriedigt zu wer⸗ den. Bei dieſer Gelegenheit bekam er eine Kenntniß von der perſiſchen Art zu ſchreiben.

Das perſiſche Papier aus baumwollenen und ſei⸗ denen Lumpen verfertigt, wird durch Glaͤtten ſehr ge⸗ ſchmeidig gemacht, und dann zuſammengerollt. Die