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Arm der Charoudis vorbei; das Waſſer wird durch Roͤhren, Keriſes, in die Stadt geleitet, iſt kuͤhl, aber unſchmackhaft; die Luft ſehr dick und ungeſund.
Nichts deſtoweniger gibt es im Ueberfluſſe Lebensmit⸗ tel und Erdgewaͤchſe wegen der Umgegend. Man fin⸗ det die ſchoͤnſten Trauben; ſie heißen Chaboni, koͤ⸗ nigliche.
Der verſchiedenen und wiederholten Verheerun⸗ gen ungeachtet, wurde Casbin immer wieder aut das neue erbaut, und hat wegen ſeiner zum Handez bequemen Lage ſich großen Reichthum erworben. Es iſt der Geburtsort des beruͤhmten perſiſchen Fabeldich⸗ ters Lokman und anderer gelehrter Maͤnner. Der Oberbefehlshaber der Stadt fuͤhrt den Titel Daro⸗ gue; alle zwei Jahre wird ein neuer gewaͤhlt; ſeine Einkuͤnfte betragen 9000 Thaler. In den gerichtlichen Akten fuͤhrt die Stadt den Beinamen Da rel⸗ſel⸗ tenet, koͤniglicher Sitz, weil die perſiſchen Koͤ⸗ nige im 15. und 16. Jahrhunderte da reſidirt haben. Unſere Tagreiſe endigte zu Kiare, einem Flecken von 500 Haͤuſern mit einem zerfallenen Schloſſe aus Lehmen in ſeiner Mitte. Solche Schloͤſſer kann man noch in allen Marktflecken und großen Doͤrfern in der Gegend von Casbin ſehen.
XX. Den 10. legten wir vier Meilen in einem ebenen, gegen Suͤden gelegenem Lande zuruͤck. Wegen


