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und beſonders von koͤniglichen Dienern, nicht das Ge⸗ ringſte fordern duͤrfen.
Den 2. ſetzten wir mit Gefahr unſerer Pferde uͤber den Fluß Mianaz er iſt eine Meile vom Marktflecken entfernt, ſehr reißend und breit, und wir mußten dann fuͤnf Stunden auf dem hohen und rauhen Ge⸗ birge zubringen, welches Medien von Perſien ſcheidet. Dieſe zwei großen Provinzen trennt eine Bergkette, welche ein Arm des Taurus it, und ſich von Euxropa bis in das Koͤnigreich China, durch Moskovien, Kirkaſſien, Mingrelien, Geor⸗ gien, Parthien, Baktrien, die Provinz Can⸗ tahar, ja bis nach Indien erſtreckt. Auf dem Gipfel des Gebirges ſahen wir ein zerſtoͤrtes Schloß, welches die Perſer Jungfernſchloß nennen, weil Artaxerres es als Gefaͤngniß fuͤr eine ſeiner Prin⸗ zeſſinnen habe erbauen laſſen. Am Ende unſerer Tag⸗ reife kamen wir an eine ſchoͤne und uͤber den großen Strom Keſil⸗beuze geſchlagene Bruͤcke, und blie⸗ ben Nachts zu Semele.
Der Keſil⸗beuze iſt viel breiter und reißender als der Miane, und bildet die Grenze zwiſchen Me⸗ dien und Parthien. Sobald man uͤber denſelben geſetzt iſt, merkt man ſchon eine Veraͤnderung der Luft; in Medien iſt ſie feucht und nebelig, in Par⸗ thien dagegen im hoͤchſten Grade heiß und trocken.
Die Landſchaft der Parther, die groͤßte und vorzuͤglichſte Provinz des perſiſchen Reiches, iſt Eigen⸗


