Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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des unſerer Kranken liefen wir in eine Bai, auf einer den kleinen Inſeln Pulo Condore ein; allein der Anblick unſerer großen Schiffe verurſachte den Be⸗ wohnern derſelben einen ſolchen Schrecken, daß ſie in die Gebirge fluͤchteten, ihren geringen Vorrath von Lebensmitteln vor den Thuͤren ihrer Huͤtten liegen ließen, und uns in einem Zettel, welcher in Chine⸗ ſiſcher Sprache geſchrieben war, flehentlich baten, mit dieſem Wenigen zu frieden zu ſeyn. Wir ſegelten daher unverzuͤglich ab, und ſteuerten gerade einem Theile von dem Feſtlande Aſiens zu, welcher weit weniger bekannt iſt, als er es zu ſeyn verdient. Um die hiſtoriſche Ueberſicht des Landes, welche ich mit⸗ theile, deſto beſſer verſtehen zu koͤnnen, wird noͤthig ſeyn, einen gedraͤngten Umriß von der Lage und der geographiſchen Eintheilung desjenigen Theiles von dem Aſiatiſchen Feſtlande, welcher gewoͤhnlich unter dem Namen von Cochinchina begriffen wird, vorangehen zu laſſen.

Das unermeßliche Chineſiſche Reich erſtreckt ſich gegen Suͤd bis zum 220 der Breite; allein eine an daſſelbe ſtoßende Landzunge dehnt ſich gegen Weſt bis zum 90 NBr. Dieſer letztere, 130 in der Laͤnge hal⸗ tender Landſtrich wird in der Mitte durch eine Kette hoher Gebirge von Nord nach Suͤd in zwei Theile getheilt, und durch dieſe wird das Birmaniſche Reich gegen Weſt von den Koͤnigreichen Tung⸗ Quin, Cochinchina, Tſiompa und Cambodia