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gern ziemlich ſtille. Nur von Seiten der Kriegs⸗ ſchiffe kanonirte man noch immer fort, ſo wie auch die angefuͤhrte kleine Batterie noch beſtaͤndig auf das Lager zu ſchoß, woraus wir ſchloßen(denn ob es nun gleich ſchon Tag war, ſo war doch die ganze Gegend in Nebel und Dampf ſo eingehuͤllt, daß wir nichts ſehen konnten) die Spanier waͤren noch in ihrem La⸗ ger. Endlich nach 6 Uhr des Morgens kam die Nach⸗ richt aus der Stadt an, daß ſie ſich wieder eingeſchifft haͤtten. Der Bey von Konſtantine ſey naͤmlich zwi⸗ ſchen 1 und 2 Uhr Morgens mit 2000 Kameelen und Ochſen, die er vor ſich her getrieben, ins ſpaniſche Lager gedrungen, und habe ſie, mit Verluſt von 15,050 Todten, genoͤthigt wieder an Bord zu gehen; 17 Ka⸗ nonen und ein betraͤchtlicher Theil des Kriegsgeraͤthes ſey dem Feinde zur Beute geworden. Allein die Um⸗ ſtaͤnde dieſer Nachricht waren zu unwahrſcheinlich, als daß ſie Glauben verdienten, und es muͤſten mehr als zwei Drittel der ganzen ſpaniſchen Armee auf dem Platz geblieben ſeyn, wenn der Feind ins Lager gedrun⸗ gen waͤre. Ein Paar Tage nachher aͤnderte ſich auch wirklich dieſe Nachricht in eine andere: der Feind ſey erſt, als ſich die Spanier ſchon meiſt eingeſchifft, ins Lager gekommen, habe den Reſt der vorgefundenen Truppen, theils niedergehauen, theils ins Meer ge⸗ jagt, und habe ungefaͤhr 80o ſpantſche Köpfe. Allein nachgehends kam die Wahrheit noch beſſer an den Tag: die Armee der Mauren und Tuͤrken ſey erſt zwiſchen


