lianiſchen Monate und Sonnenjahre bei dem Landwe⸗ ſen, und beſonders bei der Zeit der Gebete.
Obgleich die Mauren große Liebhaber der Dicht⸗ kunſt ſind, ſo gibt es doch jetzt faſt keinen unter ih⸗ nen, welcher ſelbſt etwas dichten kann. Sie begnuͤgen ſich mit dem, was andere gemacht haben. Sie ha⸗ ben ganze Sammlungen von Gedichten, welche alle zum Singen eingerichtet ſind. Sie haben keine ge⸗ ſchriebene Muſik, aber doch einige Kennzeichen, um eine Melodie von der andern zu unterſcheiden. Alle dieſe werden durch die Ueberlieferung nach dem Ge⸗ hoͤre gelernt. Einige dieſer Melodien baben ſie von Spanien mitgebracht, andere von den Tuͤrken bekommen.
Die muſikaliſchen Inſtrumente der Mauren ſcheinen keine genaue Beſchreibung zu ver⸗ dienen, da ſie uͤberhaupt ſchlecht und zum Theile be⸗ kannt ſind. Sie ſind folgende: Elaͤut, einer ſpa⸗ niſchen Guitarra aͤhnlich; Erbeb, ihre Violin mit einem Schallboden von einem duͤnnen Felle, und von einem Kaſten aus einem Stuͤcke Holz, welches aus⸗ gehoͤlt iſt; ſie hat nur zwei Seiten, welche mit einem ſchlechten Bogen geſtrichen werden; Schabeba, eine kleine Floͤte; Rgeita, eine Art Schallmey; Dhif, eine Art Handtrommel, ſo groß als ein klei⸗ nes Sieb, mit zwei Saiten inwendig uͤber dem Bo⸗ den von einem duͤnnen Felle; Tirr, eine Handtrom⸗ mel mit Meſſingblechen; Tabel, eine gewoͤhnliche


