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überhaupt haͤngen dieſe Strafen von der Willauͤhr des Koͤnigs ab. Diebe ſollen ihre Haͤnde verlieren, ſo⸗ wohl Manns⸗ als Frauensperſonen; wenn ſie auf der That ergriffen werden, ſo wird ihnen kein Prozeß ge⸗ macht, und es bedarf keiner Zeugen. Ehebruch wird hart beſtraft, indem nach dem Koran ein Mann oder eine Frau zu Tode geſteinigt, oder die Frau in dem Hauſe des Mannes gefangen gehalten wird, bis er ſtirbt. Weil aber dieſes Vergehen durch 4 Zeugen dargethan werden ſoll, ſo haͤlt es ſchwer, obige Strafe zu bewir⸗ ken, beſonders da der Anklaͤger wegen mangelnden Be⸗ weiſes mit 8o Peitſchenſchlaͤgen geſtraft, und hernach niemals als Zeuge mehr angenommen werden ſoll.
Doch wird es auch dem Manne zugelaſſen, wenn er ſeine Frau ohne Zeugen anklagt, daß er a4mal ſchwoͤrt, er ſage die Wahrheit, und das fuͤnfte Mal, der Fluch Gottes moͤge ihn treffen, im Falle er luͤge. Schwoͤrt die Frau dieſelben Eide, daß ihr Mann luͤge, ſo iſt ſie von der Strafe frei. Unverheirathete Per⸗ ſonen, welche der Unzucht uͤberfuͤhrt werden, ſollen 4100 Peitſchenſchlaͤge erhalten, Sklaven und Sklavin⸗ nen nur die Haͤlfte.
Vorſetzlicher Mord wird nach dem Koran in dem andern Leben auf das haͤrteſte geſtraft, doch erlaubt Mohamed, mit den Freunden des Entleibten einen Vergleich einzugehen, im Falle ſie ſich dazu bewegen laſſen. Iſt dieſer Fall nicht, ſo ſoll der Moͤrder aus⸗


