Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Alt⸗ und Neu⸗Fez getheilt. Beide liegen in einem Thale, und haben viele Gaͤrten innerhalb der Mauern. Die Haͤuſer in Fez Belli ſind groß, und beſſer gebaut, wie in den meiſten andern Staͤdten dieſes Landes, auch ſind die Straſſen nicht ſo unrein, weil die Kanaͤle die Unreinigkeiten wegfuͤhren. Der Bazar iſt gegen die Hitze der Sonne, und gegen ſchlimmes Wetter gedeckt. In einem Quartiere findet man ſelbſt die Werkſtellen der meiſten Handwerker. Dieſer Ort hat im ganzen Lande den meiſten Handel und verſchiedene Seiden⸗ und Woll⸗Fabriken. Von Akademien und Kollegi⸗ en weiß man jetzt nichts mehr; es gibt aber eine große und ſchoͤne Fondak(Kaufmanns⸗Boͤrſe). Die Stadt iſt mit einer ſehr hohen Mauer und mit vielen vierkanti⸗ gen Thuͤrmen umgeben; an jedem Ende befindet ſich ein kleines Kaſtell. Es moͤgen wohl 70,000 Einwohner bier ſeyn.

In Neu⸗Fez iſt ein großes verfallenes Schloß. Weil keine Juden in Fez Belli wohnen duͤrfen, ſo iſt bier auch eine große Juden⸗Stadt. Uebrigens berrſcht hier Elend und Armuth im hoͤchſten Grade.

Sarhun iſt ein Berg zwiſchen Fez und Mek⸗ nesz; an dem Fuſſe deſſelben finden ſich Ueberbleibſel eines alten Schloſſes, welches die Mauren Keſuag Faraun nennen, und nach ihrer Meinung von Chri⸗ ſten erbaut worden ſeyn ſoll.

Zavia Mula Edris iſt der Bezgraͤbniſort des Sdris, Stifters von Fez; er it eine Freiſaͤtte fuͤr