Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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der Koͤnig auch nach Willkuͤhr unter ſeine Sklaven, je nachdem er einem geneigt iſt, und ihn dazu tuͤch⸗ tig findet. ¹

Wie in jedem Staate, ſo giebt es auch in Per⸗ ſien 3 Staͤnde. Zum erſten Stand gehoͤrt der Adel, unter welchem das koͤnigliche Haus, die Kane und Soldateſca, uͤberhaupt alle Hof⸗ und Reichs⸗Beamten begriffen ſind.

An dem Hofe des Koͤniges von Perſien findet man einen Hofmarſchall, Nezer oder Nazar; einen oberſten Kammerdiener, Mehter, welcher immer hinter dem Koͤnige gehet, und ihm die Sacktuͤcher nachtraͤgt. Dieſer hat, da er beſtaͤndig um den Koͤnig iſt, großen Einfluß auf ihn. Mancher ſolcher hat zur Zeit der Minderjaͤhrigkeit des Koͤniges oft das ganze Reich regiert. Solches Amt bekleidet immer ein ver⸗ ſchnittener Weißer. Hofaͤmter bekleiden ferner der Mir Akher Bachi, welcher der Oberſtallmeiſter des Koͤniges iſt. Die Pferde im koͤniglichen Marſtalle ſind auf den linken Schenkel gebrennt, die der Privaten auf den rechten. Mir⸗Chikar⸗Bachi iſt der Oberjaͤgermeiſter. Zenkon⸗Courichiſi iſt das Haupt derer, welche dem Koͤnige den Steigbuͤgel halten. Der Kelege⸗Courichiſi fuͤhrt des Koͤ⸗ nigs Degen. Der Oriaſe⸗Courichiſi traͤgt ſei⸗ nen Bogen und die Pfeile. Mehmender⸗Bachj heißt der Reichsreeremonienmeiſter; ſein Geſchäͤf iſt die Geſandten vor den Koͤnig zu fuͤhren. Der Hakin⸗